Linux auf einem Compaq iPAQ

Montag 29 November 2010

Aktuell beschäftigt mich das Thema Linux und Embedded Systeme. Vor allem in Zusammenhang mit einem ARM Prozessor reizt mich dieses Thema sehr. So bin ich aktuell auf der Suche nach einem geeigneten Eval Board. Natürlich soll dies recht günstig bleiben. Da ich schon seit längerer Zeit einen alten Compaq iPAQ rumliegen habe (Modell 3950), welcher aufgrund meines Android Handys nicht mehr benutzt wird, kamen mir folgende Gedanken.

  • Die meisten PDAs besitzen in der Regel einen ARM Prozessor
  • PDAs haben zudem bereits einen Touch Screen und die nötige Peripherie wie Serielle Schnittstelle, Bluetooth und IrDA.
  • Es wird doch sicherlich geeignete Linux Distributionen für das Gerät geben so dass man ein bisschen programmieren und ausprobieren kann

Im Internet wurde ich dann schnell fündig. Es gibt viel Material zum Thema iPAQ und Linux. So ging es auch schnell los mit der Installation.

Der neue alte iPAQ mit Linux Bootloader
Der neue alte iPAQ mit Linux Bootloader

Meine Wahl viel auf die Linux Distribution Familiar mit Opie als Oberfläche.
-> Alle Informationen hierzu gibt es hier <-

Nachdem ich den Original Bootloader und Windows CE mithilfe des beiliegenden Tools gesichert habe, konnte ich auch schon bequem den neuen Bootloader installieren.

Im Anschluss musste nun noch das eigentliche Linux installiert werden. Über die Tasten am iPAQ kann man wählen zwischen der Installation über Compact Flash oder über die serielle Schnittstelle. Ersteres klang nach der einfacheren und schnelleren Methode. Die benötigten Files waren bereits auf der CF Karte, wurden aber vom System nicht gefunden. Ich vermute dass dies evtl. mit der Größe der Karte von 1GB zu tun hat. Die Installation über CF blieb also erfolglos. Somit folgte die Installation über die Serielle Schnittstelle. Nach dem Anstecken des seriellen Kabels und dem öffnen des Hyperterminals kam bereits das erste Promt. Nach einer Befehlseingabe musste nur noch die Image-Datei über das Terminal übertragen werden. Dies dauerte ca. 30 Minuten. Im Anschluss wurde das System selbstständig installiert und das Gerät konnte neu gestartet werden.

iPAQ mit Familiar Linux v0.8.4 und Opie Oberfläche
iPAQ mit Familiar Linux v0.8.4 und Opie Oberfläche

Nach dem Start zeigte sich erneut Tux und das System wurde zusammen mit der Oberfläche geladen.
Unter der Opie Oberfläche findet man alles was man braucht. Konqueror Webbrowser, PDF Viewer, Media Player und natürlich die gängigen Organizer Funktionen. Zudem kann man sich über das Terminal am verbundenen PC direkt als root anmelden.

Fernzugriff auf den iPAQ über ein Terminal
Fernzugriff auf den iPAQ über ein Terminal

Die Begeisterung über das Ergebnis und die reibungslose Durchführung ist groß. Als nächstes werde ich schauen was sich damit nun alles so bewerkstelligen lässt.


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